Impfstoff
Beschreibung
BioNTech/Pfizer (Deutschland/USA) BNT162b2/Tozinameran/Comirnaty
mRNA (Spike-Protein), Zulassung in EU am 21.12.2020, zugelassen ab 16.LJ, Lagerung bei -77°C Wirksamkeit 95%
Oxford/ Astrazeneca (Schweden/UK) ChAdOx1-S/Covid-19/AZD1222
modifizierter Schimpansen-Adenovirus-Vektor, Zulassung in EU am 29.01.21, zugelassen bis 65.LJ, Lagerung bei 2-8°C
Moderna (USA) mRNA-1273
mRNA Zulassung in EU am 06.01.2021 Lagerung bei -20°C Wirksamkeit je nach Impfdosis (halbe Dosis-volle Dosis 90%, zweimal volle Dosis 62%)
Janssen (Belgien/Israel) Ad26COVS1
Vektorimpfstoff (Adenovirus), Zulassung in USA am 27.02.21
CureVac/Bayer (Deutschland) CVnCoV
mRNA Phase 3 (Jan 2021) Lagerung bei 2-8°C
Novovax (USA) NVX-CoV2373
Protein, S-Glykoprotein-Trimer Phase 3
Gamaleja-Institut (Russland) Gam-COVID-Vac/Sputnik V
Zwei-Komponenten-Vektorimpfstoff (Spike Protein), basierend auf humanen Adenoviren Zulassung durch EMA beantragt (20.01.21)

Im Folgenden findet ihr eine Übersicht von grundlegenden Fragen zur Impfung gegen Sars-CoV-2. Wenn eine Frage fehlt oder du Anmerkungen zu einer der Antworten hast, dann schreibe uns doch einfach per Mail

Die Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken ist bei geimpften gegenüber ungeimpften Personen um 95% geringer. Die Erkrankung COVID-19 zeigt unterschiedliche Verläufe und kann zur Lungenentzündung und Organbeteiligung, über ein Lungen- und/oder Multiorganversagen zum Tod führen. (Sterblichkeit bei 1,6% aller Fälle (Zahl unter den positiv getesteten, steigt mit >60 Jahren an. MIt >80 Jahren liegt die Sterblichkeit bei ca.15%). 

Es ist noch nicht sicher, ob es sich um eine “sterile”Impfung handelt, das bedeutet, dass der Körper nach der Impfung alle Viren abtötet und somit keinerlei Ansteckungsgefahr mehr ausgeht. Es besteht allerdings die Annahme, dass die Impfung über die Verringerung der Viruslast zu einer geringeren Ansteckungsgefahr führt.



Unser Immunsystem hat ein Gedächtnis, hatte es schon einmal Kontakt mit einem Erreger(Bestandteil), so bildet es Abwehrzellen:  B- und T-Zellen. Bei erneutem bzw tatsächlichem Kontakt mit diesem Erreger kann unser Körper schneller reagieren, da schon Abwehrkörper bereit stehen. Impfungen haben so maßgeblich zur Zurückdrängung und teilweise zur Ausrottung von Infektionskrankheiten geführt. 

Zum Beispiel gibt es  Erkrankungen, die ohne diese vorhandenen Abwehrkörper, tödlich verlaufen (Tollwut verläuft ohne Impfung 100% tödlich).

Andere Erkrankungen ziehenen schwere Komplikationen nach sich, auch mit tödlichen Verläufen.




Impfungen können in aktive (abgeschwächte/abgetötete Krankheitserreger oder -bestandteile, führt zur Körpereigenen Immunität)  und passive (Immunglobuline, unmittelbarer Schutz) Impfungen unterteilt werden. Die meisten Impfungen, die wir gegen Infektionskrankheiten kennen, werden als Aktivimpfungen in Form von Tot- bzw. Lebend Impfstoffen verabreicht. Dabei sind inaktive Erreger oder Bestandteile bzw. abgeschwächte, vermehrungsfähige Erreger enthalten und der Körper bildet daraufhin Antikörper, die für einen Impfschutz sorgen. Bei Lebendimpfungen ist dieser Impfschutz nach einmaliger Gabe erreicht, ein zweite Impfung soll hier Impfversager abdecken. Bei Totimpfstoffen sind für einen langanhaltenden Immunschutz mehrere Teilimpfungen notwendig. 

 

Die gegen die COVID-19 schützenden Impfstoffe sind Nukleinsäureimpfstoffe (mRNA kodiert Antigen des Erregers) oder auch Vektorimpfstoffe (Vektorvirus kodiert für Antigen des Erregers, wird auch als Denguevirus und Ebola-Impfung verabreicht ). Hier  übernimmt der Körper einen Schritt mehr und kann in den körpereigenen Zellen mit Hilfe des Codes der mRNA/des Vektors ein Antigenprotein erstellen. Gegen dieses Antigen bildet der Körper  Abwehrzellen und somit besteht ein Impfschutz gegen die Erkrankung.




Bei der Impfung wird dem Körper (je nach Impfstoff über unterschiedliche Mechanismen) eine abgeschwächte Form oder ein Stück des Virus präsentiert, woraufhin im Körper genauso eine Immunreaktion stattfindet wie bei der Infektion mit Krankheitserregern. Während einer Immunreaktion (Akute-Phase-Reaktion) werden verschiedene Botenstoffe, wie beispielsweise Interleukin-6 produziert. Diese sogenannten Zytokine sollen bei der Immunantwort helfen, sie führen beispielsweise in der Leber zur Bildung von Proteinen zur Immunabwehr, außerdem erhöhen sie die Durchlässigkeit von Gefäßen für die Immunzellen und führen auch zur typischen “Grippesymptomatik” mit Fieber, Gliederschmerzen und Müdigkeit. 

Jedoch kann diese Immunreaktion auch unreguliert und überschießend ablaufen und den Körper selbst schädigen- wie es auch bei manchen Patient*innen mit Covid-19 geschieht. 

Solche überschießenden Immunreaktionen sind jedoch bei der Impfung mit einem abgeschwächten Viruspartikeln äußert unwahrscheinlich und konnten auch in Studien noch nicht beobachtet werden. Die nach der zweiten Dosis des BioNTech-Impfstoffs beobachtete Impfreaktion dauert meist 1-2 Tage an und betrifft vor allem die jüngeren Geimpften, bei denen noch eine stärkere Immunabwehr zu erwarten ist.

Bei Schwangeren sind generell keine Lebendimpfstoffe erlaubt, und bei Totimpfstoffen gibt es eine deutliche Einschränkung. Während der Schwangerschaft sollen X

In der Schweiz hat das BAG und die Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sich darauf geeinigt, dass Schwangere mit Vorerkrankungen sich impfen lassen können. Bisher galt, dass sich Schwangere nicht gegen Covid-19 impfen lassen sollten.




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