Projekte

Die Arbeitsbereiche und Themenfelder der Kritischen Medizin sind sehr vielfältig und ergeben sich aus den Interessen der einzelnen Mitglieder. Gemeinsam im Plenum werden daher konkrete Projekte vorgestellt und geplant. Dabei versuchen wir Wert auf eine nachhaltige, ressourcenorientierte, realistische und achtsame Arbeitsweise zu legen. Prinzipiell können alle Menschen im Plenum eine Projektidee vorstellen und zur Abstimmung freigeben.

Papaya-Workshop

Seit Oktober 2024

Obwohl jede ungewollte schwangere Person in Deutschland das Recht zum Schwangerschaftsabbruch hat, wird der Eingriff im Medizinstudium und in der Facharztausbildung in der Regel nicht gelehrt. Zur eigenen Ausbildung und Sensibilisierung entstand in den USA der Papaya-Workshop. In diesem werden grundlegenden Kenntnisse zur Abtreibung in Theorie und Praxis gelernt. Die Papaya eignet sich aufgrund ihrer Größe, Form und Textur sehr gut als Modell der Gebärmutter.  

Mitglieder der Kritischen Medizin München beim Plenum

Plenum der Kritischen Medizin München

Seit Juni 2019

Der Kritischen Medizin München geht es darum, sozialpolitische Probleme in den Blick zu nehmen, welche im Gesundheitswesen zwar überall präsent sind, aber in Ausbildung, Studium und Berufsalltag nicht angemessen behandelt werden. Wir sind der Meinung, im Gesundheitssystem braucht es mehr kritische Stimmen, Selbstkritik am eigenen Rollenverständnis und Willen zur Veränderung bestehender Strukturen.

Die Gruppe steht allen Menschen offen und soll eine Platform für kritischen Diskurs, politischen Aktivismus und politische Bildungsarbeit bieten. Wir kommen in regelmäßigen, offenen Plena zusammen und arbeiten themenbezogene Vorhaben in Projekten aus.

Banner mit Aufschrift "Profite Pflegen keine Menschen" der Kritischen Medizin München und weitere Demonstrantinnen

Kundgebungen und Demonstrationen

Seit Juni 2020

Um unseren gesundheitspolitischen Forderungen Ausdruck zu verleihen nahmen wir regelmäßig an öffentlichen Kundgebungen und Demonstrationen teil – sowohl auf der Bühne als auch im Demonstrationszug. Politischen Aktivismus halten wir für eine notwendige Methode zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

Rubriken und Recherchen

Seit Dezemeber 2020

Die Entstehung dieser Website hing stark mit dem Wunsch nach einer Sammelstelle für unsere Recherchen zusammen. Im Laufe der Jahre haben wir eine Vielzahl von verschiedenen Formaten wie Texte, Interviews, Podcasts und auch Kunstprojekte auf dieser Website veröffentlicht. Zu nennen sind beispielsweise unsere Rubrik über Kolonialismus und Medizin, Texte und Recherchen zum Schwangerschaftsabbruch oder eine Fotoausstellung über Barrierefreiheit in medizinischen Praxen. Mit der Zeit kamen immer wieder neue Themen dazu, sodass die Website auch eine Chronologie unserer Beschäftigungsfelder darstellt.

Münchner Medizin im Nationalsozialismus – ein Stadtrundgang

Seit Juni 2021

Im Sommer 2021 fand der erste medizinhistorische Stadtrundgang durch das Klinikviertel der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) Münchens statt. Im Fokus stand dabei die Rolle der Münchner Medizin zur Zeit des Nationalsozialismus. Essential war jedoch auch eine Betrachtung der medizinischen und wissenschaftlichen Entwicklungen zur Jahrhundertwende, wie beispielsweise die Etablierung der sogenannten Rassenmedizin, sowie die personellen Kontinuitäten in Führungspositionen der Münchner Kliniken und Institute nach 1945. Die Inhalte wurden im Herbst 2024 auf einer eigenen Website digitalisiert und der Rundgang wird weiter als eigenes und getrenntes Projekt angeboten. 

Reader: Diskriminierung in der Medizin

November 2021

Dieser Reader stellt einen Versuch dar, verschiedene Diskriminierungsformen im Gesundheitswesen aufzuzeigen. Dabei gehen wir inbesondere auf Rassismus, Sexismus und Klassismus ein. Die erste Auflage wurde mit einer Stückzahl von 500 im November 2021 veröffentlicht und gedruckt. Die Recherche, Erstellung, Redaktion und das Layout wurden ehrenamtlich erarbeitet.
 

Gesundheitskollektiv München e. V.

Oktober 2023

Im Herbst 2023 gründete sich das Gesundheitskollektiv München mit dem Ziel ein solidarisches Stadtteilgesundheitszentrum zu etablieren. Entstanden ist die Idee im Kontext der Poliklinik-Bewegung. Die Gruppe ist mittlerweile als eigener Verein in München aktiv. 

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